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Pesseberichte u. sonstige Mitteilungen - “Wir laden gern uns Gäste ein” Seite 2
Männerchor Überlingen e.V.
Chorkonzert: Sänger holen sich Verstärkung Überlingen - Wenn das Motto eines Chorkonzerts lautet „Wir laden gern uns Gäste ein“, dann sind Kollegen im Spiel – in diesem Fall aus Ludwigshafen. Sie unterstützten den Überlinger Männerchor beim Konzert im Kursaal. Vorneweg gleich ein Kompliment: Allein das breite Angebot beim Chorkonzert des Männerchores Überlingen zusammen mit den Sangeskollegen aus Ludwigshafen rechtfertigte den Titel „Wir laden gern uns Gäste ein“. Drei Stunden Programm im Kursaal: In keinem Augenblick langweilte sich das Publikum beim Zuhören und Zusehen, auch nicht Münsterpfarrer Hansjörg als einzig genannter offizieller Ehrengast. Jochen Meiers leistete mit seinen Sängern, deren Stimmvolumen für alle Gesanggenres auch von Matthias Auer und Gerhard Siegel in der Vorbereitung aufs Konzert eingeübt wurde, in fünf Auftritten Beachtliches und Wohlklingendes. Chiaki Nagata begleitete elegant-versiert am Klavier. Der Chor machte zuerst Station daheim in Überlingen, der „Perle am Bodensee“ bei „Wellen, Alpenblick und dem Glanz im Silberlicht des Sees“, er genoss die Segel „Am unteren Hafen“ (Solo: Claudius Schram) und ehrfürchtig, still das „Abendrot“ über dem westlichen Ende des Sees bei Bodman. Die Sänger waren zudem bewandert in der Operettenliteratur und priesen mit den Folgen fürs Leben die „lauschige Nacht“ wie die „Rosen in Tirol“. Den Volksweisen aus Schottland, dem Tessin und der Provence folgten im zweiten Teil goldene Evergreens des 20. Jahrhunderts mit Melodien wie „Es ist so schön, am Abend bummeln zu geh'n“, „In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine“ und „Heut' ist der schönste Tag. Auch Peter Alexander, Udo Jürgens und Wolfgang Roloff fehlten im leicht-beschwingten Repertoire nicht. Zwei Mal ergänzte der Meersburger Kabarettist Bastian Stoltzenburg gesanglich, begleitet von Thomas Blaser aus Überlingen am Klavier, das heiter-amüsante Genre bewegt und gut artikuliert mit so Bekanntem wie dem „Bel Ami“, aber auch „Wie gut mir Ruth tut“ und dem beliebten „Kleinen grünen Kaktus“. Glänzend, gut disponiert und mit strahlender Stimme präsentierte sich Sopranistin Stephanie Bogendörfer. Voll Staunen und Bewunderung hörten auch die Chorsänger der „Christel von der Post“ zu. Nicht weniger qualifiziert und überzeugend sang der in Überlingen von großen Orchestermessen im Münster als Solist bekannte Tenor Marcus Elsässer zwei Melodien von Franz Lehár. In „Machen wir's den Schwalben nach“ aus der „Czardasfürstin“ von Emmerich Kálmán konnten beide strahlend um die Wette singen, ebenso wie später bei heimischem Tenor und Bass (Gerhard Rimmele und Friedbert Beirer) der humoristische Sängerwettstreit zum Glückwunsch an alle Tenöre und Bässe im ganzen Chor auf der Bühne wurde. Einmalig waren die künstlerischen Beiträge von Kindern und Jugendlichen aus der Musicalschule Bodensee. Eine besondere Vorstellung der instrumentalen Vielseitigkeit der Blockflöte von hohen bis zu tiefen Tönen lieferte der Blockflötenkreis „Legno Cantando“ aus Engen unter Mitwirkung des Chores bei „La Marmotte – das Murmeltier“, einem Satz von Chorleiter Jochen Meiers. Dem Chorleiter dankte Bernhard Schäuble ganz speziell. Südkurier 06.11.13 von Theo Wieland
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